THE FRAME
Bei ATELI’R beginnt ein Rahmen nicht mit einer Leiste.
Er beginnt mit einer Bohle.
Und die hat meistens schon eine ziemlich klare Meinung.
Maserung, Farbe, Dichte, Zeichnung – kein Stück Holz ist wie das andere. Deshalb wählen wir nicht einfach eine Holzart aus. Wir wählen das Holz selbst.
Dann übernimmt die Schreinerei. Sägen. Hobeln. Profilieren. Verleimen. Von Hand, Schritt für Schritt. Bis aus einem Stück gewachsenem Material ein Rahmen wird, der genau das kann, was er soll:
dem Bild etwas geben, ohne ihm etwas wegzunehmen.
Und falls Sie sich bei manchen Farben fragen, was wir mit dem Holz gemacht haben: erstaunlich wenig.
Keine Beize. Keine Lasur. Keine Farblackierung.
Geölt oder klar lackiert – mehr nicht.
Die Farbe kommt vom Baum. Nicht aus der Lackiererei.
Am Ende soll man die Arbeit nicht sehen.
Nur den Unterschied.
Santos Palisander – schon die rohe Kante hat mehr Haltung als manches fertige Möbel.
Die Säge macht aus Möglichkeiten Entscheidungen.
Nuten, Falze, Schatten – die wichtigen Dinge sieht man später kaum.
Bei einem Holz wie Makassar beginnt Präzision lange vor dem ersten Schnitt.
Makassar. Eines der kostbarsten Hölzer der Welt – und keines, das man beiläufig auswählt.
Leim ist unspektakulär. Bis man versteht, was er zusammenhält.
Jede Stirnseite ein anderer Charakter. Genau deshalb suchen wir selbst aus.
Wengé – eine Landschaft aus Linien, gewachsen statt gezeichnet.Manche Hölzer haben Maserung. Wengé hat eine Handschrift.